Umzug in ein neues Leben

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Liest überhaupt noch jemand Blogs?? Ich meine nicht meinen, sondern überhaupt? Egal, ich brauche einen Platz für meine Gedanken jenseits von Instagram, das ich trotz aller Bedenken liebe. Der Austausch dort ist toll und bekommen Inspirationen wie sonst nirgendwo.

Ich habe ewig hier nichts mehr geschrieben … es gab einfach nichts Neues mehr auf meinem Weg zu Weniger Abfall. Ich hatte gut etablierte Routinen, lebte ein Jahr lang ohne ein eigenes Auto (ok, darüber hätte ich mal schreiben können) und mehr Nachhaltigkeit war für uns nicht machbar bzw. wollten wir nicht. Und dann…. dann kam das verrückteste Jahr unseres Leben. Es begann mit Covid19 und dem Lockdown und endete damit, das wir erst wieder ein 2. Auto und dann kurz danach ein Haus mit Garten gekauft haben. Und in zwei Wochen bekommen wir die Schlüssel und ziehen dann einige Wochen später um.

Wir leben in einer tollen, großen Eigentumswohnung, die über drei Etagen geht und wie ein Reihenhaus geschnitten ist. Die Wohnung ist zudem seit einigen Jahren abgezahlt. Warum also stürzten sich zwei Menschen nicht mehr ganz jungen Semesters (ich bin 49 und mein Mann 53) noch einmal in Schulden (und ich sage euch, das sind Beträge derzeit auf dem Immobilienmarkt, da wird einem schlecht) und halst sich die Arbeit eines Gartens auf?? Weil wir von einem Haus mit Platz drumrum seit Jahren – ach was – Jahrzehnten – träumen!! Das, was uns in unserer Wohnung nämlich echt nervt, ist das wir die Nachbarn hören (rumpeln, Wasser laufen, husten etc.) und das alles was ums Haus rum ist uns nicht alleine gehört. Ja, toll ist das wir auch die Kosten nicht alleine tragen müssen, aber die Eigentümergemeinschaft ist echt träge und bis da was passiert wenn was gemacht werden muss dann sind uns schon ewig mehr graue Haare gewachsen. Und dieses Haus hat fast alles, was wir jemals an einem Haus wollten. Wir müssen nichts renovieren (evtl. streichen, das sehen wir dann wenn wir die Schlüssel bekommen und es das erste Mal ohne Möbel sehen), es hat eine traumhafte Küche, eine Blick aufs freie Feld, einen schönen großen Garten…. *seufz*.

Also lautet unser Motto für den nächsten Lebensabschnitt: Autonomie, Ruhe (hoffentlich 🙂 ) und NACHHALTIGKEIT. Denn jetzt kommt die perfekte Überleitung zum Grundthema dieses Blogs… Das Coronajahr hat dazu geführt, das ich so gut wie gar nicht mehr unverpackt eingekauft habe und es mir auch echt egal war. Einmal die Woche in den Supermarkt, alles kaufen, nach Hause und fertig. Dazu kamen (sogar noch in den letzten Tagen) einige Einkäuft, bei denen ich noch nicht weiß, ob ich darüber den Kopf schütteln soll oder es einfach als Therapie abhaken sollte. Wie soll also unser neues Leben aussehen?

  • Die Vorräte werden insofern minimiert, als das wir zwar das Nötige in ausreichender Menge da haben werden (weil nach wie vor plattes Land 🙂 und Corona und so), aber es sollen endlich nachhaltige Vorräte werden.
  • Wir haben uns vorgenommen, in das Haus nur die Dinge mitzunehmen, die wir lieben und/oder benötigen. Auch wenn es derzeit mit Flohmärkten und Sozialkaufhäusern echt schwierig ist, das andere los zu werden. Ich werde ebay Kleinanzeigen füttern, das hat bislang immer ganz gut geklappt
  • Ich werde mich bei vielen Bereichen ganz intensiv mit mir und meinem Konsum beschäftigen… was mag und nutze ich wirklich? Um nur ein Beispiel zu nennen: Ich habe 10 Nagellacke, mir aber seit Jahren die Nägel nicht lackiert…

Über die verschiedenen Bereiche, unsere Planungen und vor allem aber die Umsetzungen werde ich demnächst dann regelmäßig berichten!! Ich freue mich darauf und stelle mir einfach vor, das ein paar Leser noch da sind und mitlesen.

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Neverending Story???

Ich bin schon seit Jahren am „Ausmisten“ … eine Freundin sagte neulich zu mir, als ich von den aktuellen Aufräum-Aussortier-Aktionen erzählte, dass ich das doch schon seit Jahren tun würde. Das beschäftigt mich… ist das so? Ja es ist so.. und mir wurde klar, dass das ein Prozess ist, einer der eben auch mal Jahre dauern kann. Ich kann nicht eine Woche Urlaub nehmen und wie Marie Kondo es empfiehlt, das ganze Haus von oben bis unten in einem Rutsch durchsehen und aussortieren. Mir fällt das schwer. Und auch wenn ich schon Unmengen ins Sozialkaufhaus gebracht habe, auf diversen Flohmärkten gut verkauft habe und leider auch größere Mengen im Müll gelandet sind – so habe ich doch immer noch zu viel Kram um glücklich zu sein.

Ein Problem ist auch, dass mir das Verhindern vom Einzug neuer Sachen nicht immer gelingt – nicht weil ich ungewollt in den Besitz komme.. nein. ICH KAUFE SELBER GERNE NEUE SACHEN. Das muss ich mir wohl mal ganz deutlich eingestehen. Manchmal komme ich in einen richtigen Kaufrausch und bilde mir ein, bestimmte Dinge ganz unbedingt haben zu müssen. So wie neulich eine Monbento Brotdose. Ey Leute, die ist aus Plastik! Ich, die seit Jahren nur Behälter aus Glas und Edelstahl nutze kaufe mir eine Lunchbox aus Plastik??? Warum? Weil sie schick aussieht und ich von den schön angerichteten Bento-Lunchideen auf instagram schon ewig total begeistert bin. Das ich auch schöne Bentoboxen aus Metall habe, habe ich in dem Moment dann erfolgreich verdrängt. Dann war sie auch noch runtergesetzt und zack da steht sie nun. Ich habe sie auch benutzt und sie ist sehr praktisch und formschön. Aber es war ein total unnötiger Kauf und auch nicht „in line with my values“ (sorry – da fällt mir kein deutscher Ausdruck für ein). Warum bin ich da so inkonsequent ?? Inkonsequenz ist ein Thema, dass sich durch viele Bereiche meines Lebens zieht.. das nervt mich kolossal.

Ich kann gut damit leben, dass ich kein Mensch bin, dem die Ästhetik egal ist. Meine Vorräte in alten Rotkohlgläsern zu lagern wäre der günstigste und nachhaltigste Weg – und bei vielen Dinge nutze ich auch vorhandene Gläser. Aber ich habe kein Problem damit, für mein Mehl Gläser zu kaufen, in die dann wirklich ein ganzes Päckchen Mehl auch hineinpasst, ohne das Reste bleiben und das auch noch total toll aussieht. Ich mag es einfach lieber, wenn alles zusammen passt. Wenn mich das dann auf dem Weg zu weniger Plastik- und Verpackungsmüll unterstützt, ist das für mich ok.

So wie oben mit der Brotbox geht es mir auch mit diversen „Zerowasteersatzprodukten“. Da steht der Zoodlesmacher aus Edelstahl, den man auf ein Einmachglas drehen kann. Der Thermobecher, aus dem ich nicht trinken kann, ohne mich zu bekleckern. Die Zitronenpresse aus Edelstahl, die recht wackelig ist. Drei verschiedene Trichter (zwei aus Edelstahl und recht teuer, einer aus Plastik und dafür auch echt teuer gewesen, aber eben von der großen Einkochmarke..) und keiner dieser drei Trichter geht wirklich für alle meine Bedürfnisse. Jetzt habe ich neulich einen gesehen, der glaube ich genau die richtige Öffnungsgröße hat – aber jetzt einen vierten Trichter kaufen? Das ist weder minimalistisch noch nachhaltig.

Oder doch? Vielleicht sollte ich mir ebenso eingestehen, dass das eben ein Prozess ist. Einer, der länger dauert. Und solange ich meine Schränke immer wieder durchforste und loslasse, was nicht zum mir und meinem Leben passt und anderen die Gelegenheit gebe, diesen Artikel zu nutzen und zu lieben, dann ist das doch eigentlich auch ok. Daher werde ich nächste Woche den Trichter im Laden vermessen und wenn er passt dann kaufe ich ihn und die anderen drei kommen weg (=Flohmarkt/Sozialkaufhaus). Denn nur weil die recht teuer waren, müssen sie nicht in meinem Keller rumliegen und mir ein permanent schlechtes Gewissen machen. Das gleiche gilt für die zu klein gewordenen Klamotten. Schon so oft habe da was weggegeben.. und trotzdem habe ich einen Großteil behalten. Gut verpackt liegt der im Keller und ich hoffe, dass ich irgendwann die Abnehmkurve bekomme und da wieder reinpasse…. Psychisch geht es mir damit nicht gut und trotzdem liegen sie da.

Vor allem möchte ich lernen, Käufe besser zu durchdenken. Bei größeren klappt das gut – vor dem Kauf größerer Haushaltsgeräte recherchiere ich mich schwindelig um bloß keine falsche Entscheidung zu treffen. Nur bei allem unter 100 EUR setzt dieses Denken offensichtlich aus..

 

 

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I am back :-)

Hallo lieber Blog und liebe Leser!

Aufgrund verschiedener Umstände habe ich lange nicht mehr gebloggt und dann war auch noch mein Blog verschwunden (lange Story, aber nicht wirklich interessant – jetzt ist er ja wieder da!). Ich teile die meisten Sachen meines Alltags rund um das Thema Müll auf instagram (@wenigerabfall), das geht einfach schneller als bloggen. Allerdings gibt es so einige Themen, zu denen ich gerne etwas ausführlicher schreiben möchte und daher freue ich mich sehr, dass ich nun doch noch einen Blog habe.

Demnächst gibt es hier also auch wieder was Neues zu lesen! Alles Liebe für Euch, Katja

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Warum gibt es nicht mehr Produkte in Pfandgläsern?

Diese Frage stelle ich mir sehr oft. In meinem Einkaufsumfeld bekomme ich Milch, Joghurt, Schlagsahne, Honig, Quark (sehr selten) und Essig (die denree Eigenmarke von Denns Bio). Das war es dann auch schon. Bei allen diesen Pfandgläsern ist zu wissen, dass ausschließlich die Gläser wieder verwendet werden, die Deckel werden recycled aber nicht erneut verwendet.

Ich habe mich daher an zwei Hersteller von leckeren Brotaufstrichen und anderen Leckereien gewandt und sehr nette und aufschlußreiche Antworten erhalten. Hier die Antwort von Zwergenwiese:

Die Firma ZWERGENWIESE gehörte 1976  zu den Gründungsmitgliedern der AFA (Arbeitsgemeinschaft für Abfallvermeidung) und war somit der Mitinitiator des Mehrwegsystems. Wir hatten in den vergangenen Jahren gemeinsam mit unseren Mitbewerbern allergrößte Anstrengungen unternommen, um ein funktionierendes Mehrwegsystem für den Naturkostmarkt bundesweit zu installieren. Dieses Bemühen ist leider Ende 1998 gescheitert und alle Partner des Mehrwegsystems haben sich für das bundesweit bereits existierende und auch gut funktionierende Glasrecycling  entschieden.

Wir betrachten diese Entwicklung mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn einerseits gehörte es zu den Idealen der Naturkosthersteller andere und ökologisch sinnvollere Wege zu beschreiten, aber anderseits macht es wenig Sinn, leere Gläser quer durch Deutschland zu transportieren, mit einem enormen Einsatz von Chemie wieder zu säubern und dann wieder quer durchs Land zu den einzelnen Herstellern zu fahren. Es gab nur zwei Spülstellen in Deutschland und es ist darüber hinaus auch so wenig leeres Glas vom Endverbraucher zurückgegeben worden, dass die Einrichtung weiterer Spülstellen finanziell nicht möglich war und auch gleichzeitig die gesetzlich vorgeschriebenen Rücklaufquoten nicht erfüllt wurden.

Da ist es durchaus ökologisch sinnvoll, das regional und bundesweit existierende Recycling zu nutzen und die Glasscherben einer neuen Einschmelzung bei den Glashütten zuzuführen, denn das Schmelzen von Altglas schont Naturreserven und benötigt weniger Energie als eine Schmelze aus Quarzsand.

Aber, das muss hier auch deutlich gesagt werden: Es gibt unseres Wissens keine Ökobilanz, die diese beiden Varianten miteinander vergleicht und in beiden Fällen wird der Deckel des Glases einer stofflichen Verwertung zugeführt.

Die Glasverpackung für ein Lebensmittel  halten wir für die ökologisch sinnvollste Verpackung und werden auch in Zukunft diese Verpackungsform beibehalten.

Unsere Gläser eignen sich auch prima zur Aufbewahrung von Gewürzen, Nüssen oder ähnlichem. Viele unserer Kunden nutzen sie auch für Eingekochtes, Aufstriche, Chutneys oder für Dekozwecke. Sie können die Gläser für sich verwenden oder in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis weiterreichen.

Wir versichern Ihnen, dass unsere ZWERGENWIESE Produkte mit viel Liebe entwickelt wurden, dass wir diese Produkte in unserem Hause nach guter handwerklicher Kunst mit Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt herstellen und unsere MitarbeiterInnen täglich Freude und Engagement aufbringen, um unsere Kunden zufrieden zu stellen.

Und hier die Antwort von Rapunzel:

Vielen Dank für Ihre Nachricht und für Ihre Frage. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie sich ein Mehrwegsystem für die anfallenden Gläser wünschen. Wir bei Rapunzel haben uns tatsächlich auch schon mit Pfand anstatt Recycling befasst. Gerne nehme ich Sie mit auf eine kleine Zeitreise: Rapunzel und andere Bio Hersteller hatten etwa Anfang der Neunziger Jahre die Idee eines Bioladen-eigenen-Pfandsystems. Es hieß AFA, Acht für Alle (8 Mehrweggläser/Glasgrößen, die alle Hersteller verwendeten). Es gab zu diesem Zeitpunkt 3 Spülstellen in Deutschland, bei Allos (bei Münster), Bruno Fischer (Raum Köln) und bei Rapunzel im Allgäu.

Zu dieser Zeit gab es nur Pfand zwischen Endverbraucherkunden und Läden – nicht zum Hersteller wie dies ja in einem richtigen Mehrwegsystem ist. Es gab auch keine Transportkisten, es fehlte an vielem. Der hohe Anteil z.T. so schmutziger, angeschlagener, noch nicht mal vorgespülter Gläser, die wir per Hand aussortierten und gleich im Altglas entsorgen mussten war sehr hoch. Wir dachten, dass Biokunden das Mehrwegsystem unterstützen und wenigstens einigermaßen saubere Gläser zurückgeben…

Zurück zum AFA Projekt: Ein Hauptgrund für das Scheitern des Mehrwegsystems AFA lag in den Spülstellen. Spülstelle bedeutet ja nicht nur eine Gewerbespülmaschine, sondern ist technisch sehr aufwändig, braucht Personal und die notwendige Logistik, nicht zu vergessen eine eigene Buchhaltung, wer wann wie viele Gläser in den Pool hinein gibt und wieder aus dem Pool heraus nimmt etc. Abgesehen von der Produktsicherheit, sprich, wie oft kann man ein Glas spülen und wieder einsetzen.

Rapunzel hat lange durchgehalten und die letzte verbliebene Spülstelle in Deutschland betrieben bis auch wir dann entschieden, das Projekt zu beenden und nicht mehr zu spülen, weil es keinen Sinn macht, schmutzige Gläser von Kiel ins Allgäu zu fahren, dort zu spülen, nach Italien zu fahren um sie befüllen zu lassen (z.B. bei Tomatensaucen), um sie dann wieder in einem Naturkostladen in Norddeutschland zu verkaufen.

Mittlerweile gibt es unabhängige Untersuchungen und Bilanzen, die nachweisen, dass Pfand- und Mehrweg-Systeme nur auf regionaler Ebene auch ökologisch sind. Dazu zählen z.B. Molkereiprodukte. Bitte führen Sie die nicht benötigten gespülten Rapunzel Gläser mit gutem Gewissen dem Altglas-Recycling zu. Wenn Sie wieder eine Frage oder eine Anregung zu unseren Produkten haben, melden Sie sich. Wir sind gerne für Sie da!

Danke an Rapunzel und Zwergenwiese für die prompte und freundlich sowie aufschlussreiche Antwort!

Also bleibt es dabei, dass Glas für mich die bessere Alternative zu Dose oder PET bleibt. Wie handhabt ihr das?

Kategorien: Nachgefragt und Nachgeforscht, Produktinfos und -entdeckungen | 4 Kommentare

Neues Jahr – Neues Glück?

2017-12-17 09.39.17

Mein Blog lebt noch, aber er schläft halt viel. Für mich gilt das genau so :-). Nächstes Jahr möchte ich wieder mehr bloggen. Nun denke ich dass mittlerweile Einkaufsbilder von müllfreiem Einkaufen nicht mehr so sehr interessieren, aber trotzdem werde ich sie weiter posten – einfach weil ich es selber immer noch gerne sehe und furchtbar inspirierend finde. Mein Blog wird aber auch in diesem Jahr ein paar andere Themen beeinhalten. Alle passen irgendwie weitläufig zum Thema „Weniger Abfall“. Ich mag – entgegen vielen Trends und Meinungen – Neujährsvorsätze immer noch sehr gerne. Ich mag es, neu anzufangen und daran zu glauben, das man etwas anders machen kann. Auch wenn es schwer fällt und man oft mehrere Anläufe benötigt. Daher kommt jetzt ohne weitere Umschweife mein Plan fürs nächste Jahr … nennt es Vorsätze, To-Do-Liste oder einfach eine Absichserklärung – kommt alles aufs Gleiche raus. Hier mein Plan fürs erste Quartal 2018:

1. Abnehmen: Der Klassiker! Wer mich kennt weiß, dass ich sehr übergewichtig bin und das ich immer versuche, abzunehmen. Ich bin bei WeightWatchers und werde ab Januar wieder regelmäßig in die Gruppe gehen. Für die ersten drei Monate werde ich mir vornehmen, JEDE WOCHE in die Gruppe zu gehen, komme was wolle. Wenn ich am regulären Tag nicht kann, dann eben an einem anderen. Keine Ausreden.

2. No-Spend-Spring: für die Monate Januar bis März möchte ich so wenig wie möglich ausgeben. Ich werde als Grundsatz gar nichts kaufen (außer Lebensmittel natürlich) und wenn ich doch etwas kaufe, dann muss das a) wirklich nötig sein und b) gut überlegt. Das gilt für Kleidung, Haushaltssachen, Bücher und wirklich alles.

3. Buy nothing New: In Verbindung mit 2. werde ich das, was nötig ist, versuchen, gebraucht zu bekommen. Unser Sozialkaufhaus ist gut ausgestattet und zur Not gibt es ja auch noch ebay.

4. Use what you have: Oft versucht, aber nie lange durchgehalten….. ich werde ganz bewusst das Nutzen, was ich habe. Das gilt für Bücher und Zeitschriften, die ich voller Enthusiasmus gekauft und bislang nicht gelesen habe. Und Kochbücher – sprechen wir lieber nicht über die Kochbücher! Ich werde auch KEINE neuen WW-Kochbücher kaufen (das wird am schwersten…. ), auch wenn sie jetzt gerade im Angebot sind. Meine Kochbücher werde ich mir ganz gezielt nach und nach vornehmen und nachkochen. Wenn nicht genügend gute Rezepte drin sind, kommen die Bücher weg (ebay oder Sozialkaufhaus)

5. Entrümpeln: oder wie ich es gerne nenne ausmisten. Mist ist das gar nicht bei sondern einfach immer noch von allem zu viel. es ist kein Klischee sondern bei mir völlig zutreffend: Zuviel von einer Sache lähmt und macht micht glücklich. Die Bereiche, in denen ich bereits aktiv war (Abstellkammer, Küche) sind ordentlich geblieben und machen mich glücklich. Ich weiß, was ich habe und nutze es. So möchte ich es auch in anderen Bereichen haben.

Die einzelnen Punkte greifen natürlich ineinander. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Übrigens habe ich die Bezahlung für die ausgeblendeten Werbeinhalte gekündigt. Ich wäre an Feedback interessiert, ob die eingeblendeten Anzeigen sehr nerven. Dann würde ich mir das noch einmal überlegen :-).

 

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Besuch beim Veedelskrämer in Köln

Im Mai war ich mit meiner Mama ein Wochenende in Köln. Und natürlich habe ich dort als Programmpunkt den Besuch eines Unverpackt-Ladens gehabt. Es gibt in Köln ja zwei – Tante Olga und den Veedelskrämer. Da der zweite für uns besser zu erreichen war, haben wir ihn besucht.

Es war wirklich superschön dort und ich bin immer wieder überrascht und begeistert, wie unterschiedlich die Sortimente der verschiedenen Läden so sind. Dort bekam ich z.B. hellen Basmatireis, Gabelmakkaroni und loses Knuspermüsli. Meine Mama – obwohl selbst nicht ZeroWaste – war auch sehr interessiert und hat sich alles angeschaut. Sie war es auch, die etwas entdeckt, von dem ich noch nicht mal wusste, dass es das überhaupt in Großgebinden gibt: Paradiescremepulver (also nicht die echte, aber sowas in Bio). Leider hatte ich nur Beutelchen dabei und kein Glas, sonst hätte ich mir das auch mitgenommen. Meine Souvenirs sind heutzutage eben so spannende Dinge wie Nudeln und Basmatireis 🙂

Ich habe mir dann dort noch ein Sonnenglas gekauft  -das ist vielleicht klasse. Ein Einmachglas mit Solarzelle auf dem Deckel. Es lädt sich tagsüber auf und abends kann man dann gemütliches Licht genießen. In das Glas kann man noch Deko nach dem eigenen Geschmack geben.

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Liebe Versandhändler: was soll der Quatsch???

Ich könnte mich ja ständig aufregen darüber, was der Menschheit so an neuen Quellen für den Einsatz von unnötigem Plastik einfällt. Da freut sich die Öffentlichkeit, dass es sich endlich immer mehr durchsetzt, dass Leute einen Beutel mit zum Einkaufen nehmen und der Verbrauch an Plastiktüten zurück geht. Gleichzeitig werden an einer neuen Stelle irrsinnige Mengen von neuem Plastik eingesetzt… Jahrzentelang bekam man „ein Paket“ oder „Pakete“. Heute kriegt man Plastiktüten geliefert. Ich sehe das täglich, wenn ich die Pakete von unserem onlineshop zur Post bringe. Fast niemand mehr bekommt einen Pappkarton … alle kriegen nur noch schlabberige, unförmige, zugeklebte Tüten. Ich verstehe es nicht. Mir ist klar, dass dies Platz und Gewicht einspart. Aber um welchen Preis? Es wird Plastikmüll produziert wo es nicht nötig wäre. Zumal die Klamotten da drin bestimmt nicht sehr ansehnlich sind nach dem Versand, so wie die Tüten meist aussehen. Und wenn die Kunden es zurück schicken, dann können sie zusehen, wie sie es verpackt bekommen. Denn wenn man die Tüte einmal aufhat dann ist sie in der Regel kaputt und kann nicht einfach wieder zugeklebt werden (so erlebt bei den Tshirts, die mein Mann sich bestellt hat). Das ist bei einem Paket einfacher, da braucht man höchstens Klebeband. Und auch wenn bei vielen Verbrauchern der Versandkarton auch letztendlich im Müll landet – so wenigstens im Papiermüll, wo die Recyclingquote ja um einiges besser als bei Plastik, das ohnehin nur verbrannt wird. Von den ganzen Kartons, die für ebay oder Geschenke einen zweiten Verwendungszweck finden mal ganz abgesehen.

Es ist daher nicht sehr weit her mit dem Umweltgedanken bei den Firmen, so sehr sie uns auch anderes glauben lassen wollen.

 

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Verpackungsfreie Hefe

Bei LoLa in Hannover gibt es jetzt lose Frischhefe zu kaufen! Wusstet Ihr, dass man frische Hefe ganz super einfrieren kann? Sie verliert nichts von ihrer Triebkraft und so kann man Verschwendung entgegen wirken und auch spontanen Backanfällen nachgeben. Entweder man taut die Hefe im Kühlschrank auf oder man löst sie in handwarmem Wasser auf und schon kann gebacken werden.

Ich habe mir ein größeres Stück mitgenommen und in „handelsübliche“ Mengen geschnitten. Ein Hefewürfel hat 42g und daher habe ich 20g Stücke gemacht und kann so immer die im Rezept genannte Menge entnehmen.

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Brot backen

Ich backe sehr gerne und leider nicht oft genug mein Brot selber. Am Anfang mochte nur ich es (bzw. habe es gegessen, auch wenn es nicht perfekt war) aber mittlerweile isst auch mein Mann die meisten meiner Kreationen. Das komplizierteste ist für mich das Zeitmanagment, da die meisten guten Brote einfach lange brauchen. Mehrere Gehzyklen zum Beispiel – das geht nur am Sonntag, da ich ansonsten gar nicht lange genug im wachen Zustand zu Hause bin. Eine Superausnahme ist dieses Brot, das ich sehr gerne backe. Es hat überhaupt keine Gehzeit und wird in den KALTEN Ofen geschoben. Das kann man wirklich auch noch um 18.00 Uhr ansetzen und in den Ofen schieben. Es werden einfach nur die Zutaten zusammen gerührt und los geht es!

Zutaten:

  • 500g Vollkornmehl (Sorte nach Wunsch, am besten frisch gemahlen. Roggenanteil nicht mehr als 1/3!)
  • 450ml lauwarmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe (42g) oder 1 Tüte Trockenhefe
  • 1 EL Honig oder Zucker
  • 2 EL Essig
  • 1,5 TL Salz
  • 150g Körner (Sesam, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Chia – was ihr mögt!)
  • Fett für die Form

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine verrühren – der Teig ist recht weich, ähnlich wie fester Kuchenteig. Dann in eine gefettete Kastenvorm (meine ist 23cm lang und das Brot hat eine perfekte Größe – bei größeren Formen könnte es etwas flach werden oder ihr macht die 1,5fache Menge!) geben und in den kalten Backofen stellen. Ofen auf 180° – 200° Grad einstellen und ca. 1 Stunde backen.

Weitere Informationen zu Hefe und deren Herstellung findet ihr in meinem Beitrag hier und zu Essig hier. Und jetzt viel Spaß beim Backen falls ihr Lust bekommen hat, auch einmal Euer Brot selbst zu machen!

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Zerowaste Fail beim Käsekauf..

…. und dann auch noch im Bioladen!! Ich habe heute meinen üblichen Einkauf im Bioladen gemacht (vor lauter Ärger habe ich ganz vergessen, ein Foto zumachen…). Müll habe ich heute nur die Folie um das TK-Hackfleisch von einem Hof hier aus der Gegend gehabt. Obst und Gemüse in meinen Beuteln, Milch und Joghurt im Pfandglas, Eier in meinen mitgebrachten Behälter. Dann wanderte ich weiter zur Käsetheke. Dort zückte ich meine Dose (das ist dort kein Problem). Ich wollte ein Stück von einer Frischkäserolle. Als die Verkäuferin ein Stück Papier von der Rolle abriss fragte ich, ob sie es nicht ohne was in meine Dose tun könnte. Die Antwort war verständlich  -sie sagte das sei zu schmierig und würde ihr die Waage verschmutzen. Ok, also wiegen, einwickeln und in meine Dose legen. Das gleiche tat sie mit den nächsten beiden Käsestücken (auch wenn die nicht klebrig waren), aber ich habe nichts gesagt. Dachte so bei mir „na ja, Papier ist auch Müll, aber alles geht eben nicht immer“.

Zuhause dann die böse Überraschung: das ist kein Papier sondern PLASTIK. Was soll denn das bitte? Ich kenne aus Bioläden nur Papier oder Papier mit einer sehr dünnen Folienschicht  -aber doch nicht sowas! Da hilft auch der Aufdruck „recyclefähig“ nicht, denn wir wissen ja alle, dass nur sehr wenig wirklich recycled wird!

Fazit: so leid es mir tut, aber Käse kaufe ich ab jetzt woanders. Und denen mitteilen, dass ich die Lösung suboptimal finde, werde ich auch… Mal abgesehen davon, dass wirklich jeder Käse dort in Frischhaltefolie eingewickelt war in der Auslage. Das muss doch auch anders gehen, oder??

 

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