Alle Hoffnung ist natürlich bei mir noch nicht verloren 🙂 und daher zähle ich mal auf, was wir derzeit positives tun bzw. getan haben und wie meine Vision für unser zukünftiges Leben aussieht – das motiviert mich immer, nicht aufzugeben!
- Ich lerne gerade, welche Vorräte für uns sinnvoll sind und welche Lebensmittel Impulskäufe sind, die dann mit viel Anstrengung verbraucht werden „müssen“. Wenn ich das dann weiß, ist es einfacher, für diese Lebensmittel eine vertretbare Version in Bio zu finden.
- Wir haben uns durch den Umzug von allem getrennt, was uns nicht wichtig ist und was im Haus keinen festen und stimmigen Platz hat. Alles ist über ebay Kleinanzeigen in neue Hände gekommen. Auch jetzt wird öfter evaluiert und eingestellt, was nicht mehr benötigt wird. Das ist ein fortlaufender Prozess, der sich aber sehr gut anfühlt und ich habe endlich mal das Gefühl, fast am Ziel zu sein, nur das zu haben, was mir/uns wichtig ist. Neue Käufe erfolgen sehr zielgerichtet und nach Recherche und nicht mehr so impulsiv wie früher.
- Langfristig gesehen werden wir mit einem Auto auskommen statt wie im Moment mit zweien. Ich habe mir nach 10 Monaten ohne 2. Auto im letzten Herbst einen gebrauchten Kleinwagen (Klein im wahrsten Sinne des Wortes – einen Opel Adam, den ich wirklich liebe) gekauft. Öffis während Corona ist mir so an die Nieren gegangen, dass ich es nicht mehr ertragen habe. Durch unseren neuen Wohnort und die neu angeschafften Fahrräder (Yeah!!) kann mein Mann alternativ mit dem Rad zur Arbeit (geht nicht täglich, weil er häufig Pakete transportieren muss), aber mit der neugewonnenen Flexibilität durch Homeoffice/Büro im Wechsel kriegen wir das mit ein bißchen Planung hin. Derzeit ist unser anderes Auto aber noch fit (trotz seiner 13 Jahre) und kostet im Jahr nicht viel. Daher wird es gefahren bis es nicht mehr geht und dann nicht ersetzt – so der derzeitige Plan.
- Wenn wir den Garten in den nächsten Jahren umgestaltet haben, dann gibt es hier viel mehr blühende Blumen und Gemüsebeete statt nur Büsche und Rasen. Tomaten, ein paar niedliche Möhren und rote Beete habe ich dieses Jahr schon selbst angebaut und geerntet – das ging auch in Holzkästen und Kübeln. Da möchte ich dann auch viel mehr machen.
- Wir haben jetzt einen Schnellkomposter (komplett aus recycltem Kunststoff!) und können hoffentlich den Garten ab nächstem Jahr mit eigenem Kompost düngen. Außerdem spart es uns das Geld, das man hier sonst für die Tüten für die Grünabfälle bezahlen muss. Auch wieder so eine Sache… es motiviert die Leute nun wirklich nicht, den Bioabfall getrennt zu sammeln, wenn sie dafür extra bezahlen müssen. Einfacher und billiger ist, den in den Restmüll zu schmeißen…
- Ich habe ab nächsten Monat unsere Müllabfuhr auf die geringstmögliche Menge reduziert. Restmüll haben wir wirklich wenig, es ist der Verpackungsmüll, der mich verrückt macht.
- Wir sind derzeit ganz häufig bei foodsharing dabei und retten so Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden. Derzeit nur als „Endverbraucher“ aber ich würde irgendwann auch gerne selbst retten fahren.
- Seit dem Umzug habe ich meinen Wäschetrockner erst 2 oder 3x benutzt! Die vorherigen Eigentümer haben eine Wäschspinne dagelassen und darauf trocknet dei Wäche so ungemein viel besser als auf einem Wäscheständer. Der Wind kommt besser dran habe ich das Gefühl und es trocknet schneller und ist weniger hart. Durch das häufigere Homeoffice konnte ich meine Waschtage auch besser nach dem Wetter ausrichten und musste nicht am Wochenende alles waschen, trocknen und weg packen. Das ging ohne Trockner meist nur im Sommer (die Wäsche tagelang rumstehen haben mögen wir nicht).












